Reisegepäck mit Kindern

Gratulation! Ihr habt gebucht, jetzt geht es ans Packen. Wieviel Kilogramm dürfen mit? Welche Bestimmungen gelten fürs Gpäck beim Fliegen mit Kind? Was ist mit Kinderwagen und Buggys? Hier bekommt ihr alle Antworten!

Handgepäck beim Fliegen mit Kind – das müsst ihr wissen

Mit einem Baby oder Kleinkind wächst das Handgepäck schnell auf riesige Maße an: Windeln, Wickeltasche, Buggy und Autokindersitz, Rucksack mit Wechselkleidung und Spielzeug.
In der Regel gibt es Limitierungen bei der Menge der Gepäckstücke, die ihr als Handgepäck mitnehmen dürft. Außerdem spielen das Gewicht und die Maße eine Rolle.
Die meisten Airlines erlauben in der Economy Class für das Handgepäck ein Maximalgewicht von 8 kg und Maße von 55  x 40  x23 cm. Doch selbst das unterscheidet sich von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft.
Außerdem dürft ihr bei den meisten Airlines zusätzlich zu diesem Gepäckstück noch ein weiteres kleines Gepäckstück als Handgepäck mitnehmen, wie z.B. einen Laptop oder eine Handtasche.
Typischer Babybedarf wie Wickeltasche, Kinderwagen und Autokindersitze werden von den meisten Airlines kostenlos und zusätzlich zum Handgepäck befördert (bei manchen Fluggesellschaften auch nur eines dieser Teile). Habt ihr für euer Baby einen eigenen Sitzplatz gebucht, darf es natürlich auch ein eigenes Handgepäckstück mitbringen.

Grundsätzlich gilt: Achtet auf die Handgepäck-Regel der Airline und fragt im zweifelsfalle nach. Ihr könnt die genauen Bestimmungen für das Handgepäck entweder auf der Buchungsbestätigung sehen oder auf der Seite der Airline nachlesen.

Handgepäck beim Fliegen mit Kind – Welche Regelungen gelten für Flüssigkeiten?

Das Flüssigkeitsverbot sagt, dass nur noch kleine Mengen, nämlich 100 ml, mit an Board eines Flugzeuges genommen werden dürfen. Maximal 10 Behälter mit dieser Menge dürft ihr mitnehmen, die alle in einem durchsichtigen und verschließbaren Plastikbeutel transportiert werden müssen.
Doch gilt das gleiche auch für Babys und Kleinkinder?

Die gute Nachricht: Größere Mengen an Flüssigkeiten sind erlaubt. Babybrei, Babygläschen und Milch dürfen also mit ins Handgepäck. Die mitgeführten Gläschen, Milchfläschchen bzw. Flüssigkeiten (z.B. warmes Wasser in der Thermoskanne zur Zubereitung von Milch) sollten aber plausibel zur Länge des Fluges passen. Flüssigkeiten, wie Tee oder Wasser für Kleinkinder, nehmt ihr am besten in der Trinkflasche eures Kindes mit. Bei Brei seid ihr mit gekauften Gläschen auf der sicheren Seite. Auch wenn ihr gerne selbst Brei kocht und in Plastikschälchen transportiert – Manche Kontrollkräfte gehen diesbezüglich sehr streng vor.

Handgepäck beim Fliegen mit Kind – Dürfen der Kindersitz bzw. die Babyschale mit ins Handgepäck?

Die Babyschale darf nur mit in die Kabine, wenn ihr für euer Baby einen eigenen Sitzplatz gebucht habt. Für Kleinkinder ab zwei Jahren müsst ihr sowieso einen eigenen Sitzplatz buchen. In diesem Fall könnt ihr einen Kindersitz mit an Board nehmen und euer Kind darin sichern, vorausgesetzt er trägt das Zertifikat „For use in Aircraft“ . Ansonsten müssen Babyschale und Kindersitz als Sperrgepäck aufgeben werden, wenn ihr diese mit in den Urlaub nehmen möchtet. In diesem Fall empfehlen wir euch, die Babyschale mit einer Transporttasche zu schützen, zum Beispiel mit der Luxja Kindersitz Transporttasche*.

Handgepäck im Flugzeug – unsere Tipps

„Weniger ist mehr“- Das gilt gerade für das Handgepäck beim Fliegen mit Kind. Habt ihr zu viel eingepackt, müsst ihr euch eventuell umständlich durch die ganze Tasche wühlen oder immer wieder an das Handgepäckfach über euren Sitz, um das Benötigte zu finden. Richtig unpraktisch für das Handgepäck beim Fliegen mit Kind sind Koffer. Generell eignen sich beim Fliegen mit Baby und Kind Rucksäcke oder kleine Reisetaschen als Handgepäck. So habt ihr die wichtigen Dinge wie Windeln, Spielzeug oder Snacks schnell griffbereit.
Zusätzlich zum Rucksack oder der Reisetasche könnt ihr noch eine Handtasche oder einen Stoffbeutel nehmen. Vorallem Dinge, die in einem großen Rucksack gerne verschwinden, lassen sich darin besser verstauen, z.B. Pässe, Smartphone, den Boarding-Pass, Geldbeutel usw.
Wichtig ist die richtige Organisation: Das Handgepäck sollte so gepackt werden, dass möglichst alles schnell griffbereit ist, vor allem die Wickeltasche. Das Spielzeug kann zum Beispiel einfach in einem Stoffbeutel transportiert werden. Snacks kommen in eine Brot-Dose und für die kleine Apotheke eignen sich Zipper Gefrierbeutel.
Schaut doch mal in unsere Packliste fürs Handgepäck mit Kindern. Hier bekommt ihr unsere Insider Tipps.

Fliegen mit Kind – Kinderwagen und Buggys

Für das Fliegen mit Baby & Kleinkind gelten für das Sondergepäck, wie Buggy oder Kindersitz bzw. Babyschale unterschiedliche Regelungen, ob diese zusätzlich als Handgepäck mitgenommen werden dürfen oder nicht.
In fast allen Fällen sind Buggy und Kindersitz beim Fliegen mit Baby bzw. Kleinkind als Freigepäck inklusive. Den Kinderwagen könnt ihr (sofern er zusammenklappbar ist) bei fast allen Airlines bis an die Flugzeugtür nutzen, beim Einsteigen abgeben und auch wieder in Empfang nehmen.
An vielen Flughäfen stehen Leihbuggys zur Verfügung, die ihr bis zum Boarding nutzen könnt.
Buggys
Beim Fliegen mit Kind habt ihr mehrere Möglichkeiten, einen Buggy mitzunehmen:
Mitnahme bis zum Check In
Ihr könnt den Buggy als Sperrgepäck aufgeben. Hier empfiehlt es sich, den Buggy entsprechend zu verpacken, um ihn vor dem dreckigen Frachtraum zu schützen.
Mitnahme bis zum Gate
Eine andere Möglichkeit ist, den Buggy bis ans Gate mitzunehmen und ihn dort abzugeben. Von dort wird er dann in den Frachtraum geladen. Hier habt ihr allerdings keine Zeit mehr, den Buggy zu verpacken. Meistens bekommt ihr den Buggy dann am Gepäckband, am Sperrgepäckband oder schon direkt am Flugzeug wieder zurück. Dies ist abhängig von der Flughafen und der Parkposition des Flugzeuges.
Mitnahme bis zur Flugzeugtür
In einigen Fällen könnt ihr den Buggy bequem bis zur Flugzeugtür schieben. Der Buggy wird dann beim Kabinenpersonal abgegeben, die sich um das Verladen kümmern. Leider bleibt auch in diesem Fall für das Verpacken keine Zeit mehr.
Außerdem gibt es Buggy-Modelle, die ihr sogar als Handgepäck mit an Board nehmen dürft. Das sind zum Beispiel:

⦁ Babyzen

⦁ Joie

⦁ Baby Jogger

⦁ Mountain Buggy NANO-V2-5 Kinderwagen

⦁ GB Pockit + Transporttasche

Wichtig: Bei der Sicherheitskontrolle muss der Buggy zusammengeklappt werden und durch die Röntgenkontrolle. Räumt ihn deshalb am besten schon vorher leer.

Kinderwagen
Kinderwägen dürfen bei den meisten Airlines ebenfalls kostenlos mitgenommen werden. Ihr könnt ihn als Sperrgepäck abgeben oder mit bis zum Gate nehmen. Als Handgepäck ist ein Kinderwagen zu groß. Ausnahme ist hier das Doona Travel System*. Es ist Kinderwagen und Babyschale in einem und die Babyschale ist sogar „For use in Aircraft“ zertifiziert.

Fliegen mit Kind: Gepäck zur Aufgabe

Die Gepäckregelungen der Airlines sind unterschiedlich: Bei Linienfliegern ist meist ein Gepäckstück oder ein bestimmtes Gewicht (meist um die 20 kg, manchmal sogar 30 kg) pro Person im Ticketpreis enthalten. Je nach Flugziel, Buchungsklasse und ob ihr Meilen sammelt, können hier auch andere Regeln gelten.
Für mitreisende Kinder gilt: Babys ohne eigenen Sitzplatz haben meist ein Freigepäck von 10 bis 20 kg, ältere Kinder dürfen genauso viel einpacken wie Erwachsene. Habt ihr für euer Baby einen eigenen Sitzplatz gebucht, darf es natürlich auch ein eigenes Gepäckstück mitnehmen.

Koffer oder Rucksack?
Ob Koffer oder Rucksack entscheidet jede Familie selbst. Je nach Urlaubsland und Art der Reise eignen sich verschiedene Gepäckstücke: der Rucksack kommt meist beim Backpacking Urlaub zum Tragen, für die Pauschalreise ist der Koffer ganz angenehm.
Die Vorteile eines Rucksacks: Ihr habt die Hände frei! Und damit könnt ihr zb. im Notfall eure müden Kinder auf dem Arm tragen, oder den Buggy gut schieben. Gerade wenn ihr individuell unterwegs seid, kann es mit Rucksack ganz praktisch sein: Kein lästiges Kofferziehen auf unebenen Untergrund oder schweres Einladen in Bus oder Bahn. Die Nachteile: ihr habt schwer auf dem Rücken zu tragen, und weniger Platz für Dinge. Gerade beim Reisen mit Kind benötigt ihr meistens doch mehr als gedacht.
Der Koffer ist das Pack Utensil schlechthin. Der Vorteil liegt auf der Hand: ihr habt viel Platz und mehr Komfort. Der Koffer lässt sich ziehen oder schieben, kann aber auch je nach Art der Reise umständlich sein z.B. wenn ihr zusätzlich einen Buggy schieben müsst oder eure Kinder getragen werden wollen. Habt ihr viele Wege mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in fremden Ländern zurück zu legen oder lange Wege zu Fuß zu bewältigen? Dann ist ein Rucksack eventuell besser für eure Reise geeignet.
Am Ende entscheidet ihr als Famile individuell, was für euch am besten passt.
Hier gehts zu unserer Packliste für den Urlaub mit Kind.

Koffer für Kinder
In vielen Fällen lohnt es sich, über einen eigenen Koffer für eure Kinder nachzudenken. Die Kinder können sich auf die Reise vorbereiten, in dem sie ihren eigenen Koffer mit ihren liebsten Sachen packen. Noch dazu sind sind sie sehr praktisch: Sie beherbergen das Spielzeug eures Nachwuchses auch im Urlaub und verhindern, dass Langeweile aufkommt. Auch die Kleinsten haben schon viel Spaß mit ihrem eigenen Koffer.
Kinderkoffer mit Ziehgurt oder Teleskopgriff ermöglichen es euch sogar, euer Kind auf kurzen Strecken zu ziehen! Ein gutes Beispiel ist der Kinderkoffer von Trunki*. Eure Kinder können darauf sitzen, selbst umher fahren oder sich ziehen lassen. Mit 46 x 31 x 21 cm passt einiges rein und er darf sogar als Handgepäck mit ins Flugzeug.
Eine andere, sehr praktische Möglichkeit ist der Rucksack von BoostApak*, der gleichzeitig auch Kindersitz ist. Der Kindersitz ist sogar „for use in Aircraft“ zertifiziert.
Auf dem Markt gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Sicherlich ist auch für euch und eure Kinder etwas passendes dabei.

Fliegen mit Kind – Sperrgepäck

Sperrgepäck wird auch Sonder- oder Spezialgepäck genannt und meint das Gepäck, welches nicht über das automatische Gepäckband verladen werden darf, weil es zu groß, zu sperrig oder zu schwer dafür ist. Für Sperrgepäck gibt es deshalb eine separate Förderanlage, an der ihr euer Gepäck am Flughafen gesondert aufgeben müsst. Anhand der Maße, dem Gewicht und der Beschaffenheit wird beim Check In entschieden, ob ihr das Gepäck als Handgepäck mit in die Kabine nehmen dürft oder ob es im Frachtraum des Flugzeuges transportiert werden muss. Meist spricht man von Sperrgepäck, wenn die Summe von Höhe, Länge und Breite des Gepäcks mehr als 158 Zentimeter beträgt oder das zulässige Gewicht von 23 Kilogramm überschreitet.
Familien mit Kindern dürfen in der Regel Buggy, Kinderwagen oder den Kindersitz als Freigepäck mit an Bord nehmen. Die Beförderung ist häufig in eurem Ticketpreis inbegriffen.
Wie schon im oberen Abschnitt erwähnt, könnt ihr euren Buggy oder Kinderwagen einfach kostenfrei beim Sperrgepäck abgeben. Dafür geht ihr nach dem Check In einfach zum Sperrgepäck Schalter und gebt euer Gepäck dort auf. Es empfiehlt sich, den Buggy oder Kinderwagen mit einer Schutzfolie sicher zu verpacken, da der Frachtraum in der Regel sehr schmutzig ist, und das Gepäck auch nicht mit Samthandschuhen behandelt wird.
Aber auch andere große, sperrige Gegenstände, wie zum Beispiel Bollerwägen oder das Kinderfahhrad, könnt ihr im Sperrgepäck transportieren. Hier können allerdings, je nach Airline, unterschiedliche Gebühren anfallen. Dabei hat jede Fluggesellschaft unterschiedliche Bestimmungen. Ruft am besten bei euer Fluggesellschaft an und lasst euch die Mitnahme schriftlich bestätigen.

Wichtig: Kinderwagen, Buggys und Kindersitz bzw, Babyschale werden meist kostenfrei transportiert. Habt ihr zusätzlich noch weitere, sperrige Gepäckstücke wie Fahrräder oder das Laufrad eures Kindes, informiert euch bitte vorher nach den Bestimmungen bei eurer Fluggesellschaft.

 

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